Ort & Geschichte
Strausberger Platz markiert den Übergang von der Stalinallee zur orthogonalen Wohnbebauung der DDR-Nachkriegsjahre. Hinter der halbrunden Platzrückseite öffnet sich ein weitläufiger, von 1950er- bis 70er-Jahre-Plattenbauten gefasster Innenraum — größtenteils von Bäumen und parkenden Autos belegt, mit geringer Aufenthaltsqualität trotz seiner ruhigen, grünen Lage.
Konzept
Wir setzen drei identische L-förmige Baukörper in das Quartier. Jeder L-Körper schließt an einer Stelle eine Plattenkante ab und bildet mit ihr einen halbgeschlossenen Hof. Untereinander rahmen die drei L’s einen neuen Straßenzug als öffentliche und urbane Quartierszone — der Stadtraum bekommt eine klare Hierarchie zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privateren Flächen.
Quartier
Insgesamt entstehen 361 Wohnungen für rund 750 Bewohner:innen, von der 35 m² großen 1-Zimmer-Wohnung bis zur 160 m² großen 5-Zimmer-Wohnung. Der Mix der Typologien soll eine demografisch durchmischte Bewohnerschaft ermöglichen. Zur Straße zeigt sich der Baukörper über Loggien zum öffentlichen Stadtraum, hofseitig öffnen sich Balkone zu den ruhigeren Innenflächen.
Architektur
Die Gebäude sind in Holzhybridbauweise konstruiert: Brettsperrholz-Decken auf einem Stützenraster, eine vorgehängte Fassade aus vergrauungslasierten Lärchenbrettern, mit Sichtbeton-Platten als zurückhaltende Akzente. Die Fassadengliederung ist ruhig und modular; einzelne Loggien und drehbare Sonnenschutzelemente bringen Bewegung in das Raster.