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02

Drei Baukörper am Strausberger Platz, Berlin


Jahr
2024
Ort
Berlin-Friedrichshain
Typ
Hochschulprojekt
Team
Hanna Klose, Edgar Kordecki, Malte Schulz

L³

Drei identische L-förmige Baukörper im Hinterland des Strausberger Platzes — zwischen den Plattenbau-Zeilen der 1950er und der halbrunden Rückseite der Stalinallee. 361 Wohnungen in Holzhybridbauweise, die mit den bestehenden Platten neue halböffentliche Höfe ausbilden.

Ort & Geschichte

Strausberger Platz markiert den Übergang von der Stalinallee zur orthogonalen Wohnbebauung der DDR-Nachkriegsjahre. Hinter der halbrunden Platzrückseite öffnet sich ein weitläufiger, von 1950er- bis 70er-Jahre-Plattenbauten gefasster Innenraum — größtenteils von Bäumen und parkenden Autos belegt, mit geringer Aufenthaltsqualität trotz seiner ruhigen, grünen Lage.

Schwarzplan 1:2500 — das Grundstück hinter Strausberger Platz
Schwarzplan 1:2500 — das Grundstück hinter Strausberger Platz
Das Grundstück im Winter — Plattenbauten und Parkfläche
Das Grundstück im Winter — Plattenbauten und Parkfläche

Konzept

Wir setzen drei identische L-förmige Baukörper in das Quartier. Jeder L-Körper schließt an einer Stelle eine Plattenkante ab und bildet mit ihr einen halbgeschlossenen Hof. Untereinander rahmen die drei L’s einen neuen Straßenzug als öffentliche und urbane Quartierszone — der Stadtraum bekommt eine klare Hierarchie zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privateren Flächen.

Formfindung — vom L-Körper zum 3xL-Quartier
Formfindung — vom L-Körper zum 3xL-Quartier
Drei L's, ein öffentlicher Straßenzug, drei halböffentliche Höfe
Drei L's, ein öffentlicher Straßenzug, drei halböffentliche Höfe

Quartier

Insgesamt entstehen 361 Wohnungen für rund 750 Bewohner:innen, von der 35 m² großen 1-Zimmer-Wohnung bis zur 160 m² großen 5-Zimmer-Wohnung. Der Mix der Typologien soll eine demografisch durchmischte Bewohnerschaft ermöglichen. Zur Straße zeigt sich der Baukörper über Loggien zum öffentlichen Stadtraum, hofseitig öffnen sich Balkone zu den ruhigeren Innenflächen.

Lageplan 1:500
Lageplan 1:500
361 Wohnungen für rund 750 Bewohner:innen
361 Wohnungen für rund 750 Bewohner:innen

Architektur

Die Gebäude sind in Holzhybridbauweise konstruiert: Brettsperrholz-Decken auf einem Stützenraster, eine vorgehängte Fassade aus vergrauungslasierten Lärchenbrettern, mit Sichtbeton-Platten als zurückhaltende Akzente. Die Fassadengliederung ist ruhig und modular; einzelne Loggien und drehbare Sonnenschutzelemente bringen Bewegung in das Raster.

Innenhof zwischen zwei L-Körpern
Innenhof zwischen zwei L-Körpern
Fassadenschnitt 1:50
Fassadenschnitt 1:50

Material

Brettsperrholz, Sichtbeton, vergrauungslasierte Lärchenbretter


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